Pfarrer Mag. Martin EisenbraunMartin Eisenbraun ist 1956 in Lampertheim (Deutschland) geboren und lebt heute in der Stadt Salzburg. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Nach der Pflichtschule absolvierte er eine Lehre als Großhandelskaufmann und machte das Abitur in Bamberg. Dies ermöglichte ihm nach Eintritt in den Karmelitenorden das Studium der katholischen Theologie in Bamberg und Wien. 1987 feierte er seine Diakonenweihe und 1988 die Priesterweihe in Bamberg. Bis 1994 arbeitete er als Seelsorger (und ab 1993 als Pfarrer) in der römisch-katholischen Pfarre Maria v. Berge Karmel in Wien, danach war er Betreuer für Schwerstbehinderte beim Ö.H.T.B. Fachwerk in Wien.

1995 trat Mag. Martin Eisenbraun in die Altkatholische Kirche Österreichs über und war ab 1996 Seelsorger der Kirchengemeinden Salzburg und Ried im Innkreis. Nach der Pfarramtsprüfung wurde er 1998 zum Pfarrer in Salzburg gewählt. Neben diversen Tätigkeiten im Synodalrat und der Geistlichenkonferenz, war er bereits von 2005 bis 2007 Generalvikar.

Seit Februar 2016 ist Pfarrer Eisenbraun erneut Generalvikar der Altkatholischen Kirche Österreichs. Als Examinator der Kirche ist er besonders für die Ausbildung unserer Geistlichen mitverantwortlich. Unser Pfarrer vertritt die Altkatholische Kirche Österreichs zudem im Internationalen römischkatholisch-altkatholischen Dialog (IRAD) und lokal im Ökumenischen Arbeitskreis Salzburg.

Angelika Auböck-GeistAngelika Auböck-Geist ist hauptberuflich Bürokauffrau, lebt im Flachgau, ist verheiratet und hat eine Tochter.

Zur Altkatholische Kirche kam sie Ende 2004 als sie für die Taufe ihrer Tochter eine christliche Kirche suchte, die zu ihr passte. Aus diesem ersten Kontakt wuchs sie in den nächsten Jahren in die Kirchengemeine hinein, besuchte regelmäßig den Gottesdienst und gestaltete ihn durch Kirchenmusik (Gitarre) und besondere Programme für Kinder mit. Im Laufe der Zeit entwickelte sich der Wunsch, als Diakonin für die Gemeinde da zu sein. Dafür hatte sie die volle Sympathie der Kirchengemeinde und wurde von dieser in ihrem Vorhaben unterstützt. Zwischen 2008 und 2012 belegte sie den Altkatholischen Theologischen Fernkurs in Kassel und wurde schließlich im Juni 2012 zur Diakonin unserer Kirche geweiht. Es handelte sich um die erste katholische Weihe einer Frau in Salzburg.

Pfarrer i.R. Werner LeidenfrostMein Weg zum Priester und in die Altkatholische Kirche verlief über viele gekrümmte Wege.

Geboren 1945 in Altlengbach NÖ, wo ich auch meine Kindheit und frühe Jugendzeit verbrachte. VS und HS und anschließend eine kaufmännische Lehre, die ich mit Auszeichnung beschloss. Nach einem weiteren Jahr Tätigkeit in diesen Beruf begann ich 1963 ein Postulat im Stift Lilienfeld.  1964/65 war ich Novize und legte anschließend die Ordensgelübde ab. Noch im gleichen Jahr wurde ich Schüler der Realaufbaumittelschule der Benediktiner in Lambach. 1970 maturierte ich und begann an der Uni-Sbg. mit dem Studium der Fachtheologie, das ich mit dem Magister abschloss. 1974 wurde ich zum Priester geweiht und war in den Jahren 1973 (zuerst als Diakon) -75 in der Pfarre St. Blasius in Salzburg in der Seelsorge tätig. Zu Ostern 1975 ließ ich mich vom Kloster beurlauben und wechselte an die Päd. AK in Salzburg, wo ich die Lehramtsprüfungen für Allgem. Sonderschule; Logopädie; Gehörlose und Schwerhörige ablegte. Von 1977 - 2005 war ich als Lehrer in der Mittelstufe für Deutsch, Mathematik, Geschichte und Werkerziehung Knaben am Landesinstitut für Hörbehinderte (Josef Rehrl Schule in Lehen) tätig.

1976 heiratete ich Elisabeth Sallinger und in der Folge wurde ich Vater von 3 Kindern (Daniel 1979; Severin 1983 und Lucia 1990). Der Wohnort wurde mit der Geburt des 1. Kindes Schwertfern in Frankenmarkt, wo wir ein altes Haus kauften, umbauten (besser gesagt, den barocken Grundkern des Hauses wieder herstellten) und wo ich mit Elisabeth auch heute noch wohne. Noch in den letzten Jahren meiner Tätigkeit als Lehrer 1998 kam ich durch Zufall zu einem Gottesdienst in Salzburg, den Martin feierte. Seine Predigt hat mich angesprochen und auch die Liturgie, die mir Heimat vermittelte, führten dazu, dass ich des Öfteren zum Gottesdienst kam. 1999 trat ich der Kirche bei und bekam die bischöfliche Erlaubnis  Gottesdienste zu feiern. 2000 übernahm ich als Seelsorger Ried i. I., legte die erforderlichen Prüfungen ab und wurde 2003 gewählter Pfarrer von Ried. Diese Tätigkeit übte ich bis über meinem 70. Geburtstag aus.

Zeit meines Lebens habe ich mich mit Theologie und den Veränderungen des Weltbildes durch die Naturwissenschaften beschäftigt. Diese Auseinandersetzung führte mich vom Zisterzienserorden weg und lies mich einen von der Kirche unabhängigen Beruf wählen. Da in der Altkatholischen Kirche kein dogmenorientiertes Kirchenrecht herrscht, konnte ich mich mit dieser Kirche verbinden. Ich sehe für mich die Aufgabe, als Verkünder der Botschaft Jesu, die Texte der Schrift so zu verkünden, dass sie in der Bibelwissenschaft auf der Höhe der Zeit sind und dass alle Normen, die einem historischen Weltbild verhaftet sind, für uns und unsere Zeit übersetzt werden.  

Da ich, Gott sei gedankt, rüstig bin und mich kräftig genug sehe, werde ich weiterhin der KG Salzburg meine Dienste zur Verfügung stellen. Ich bin auch wieder zur Sbg.-KG zurückgekehrt. Die Stadt Salzburg ist mir Heimat geworden.

BibelMehrmals im Jahr bietet unser Pfarrer "Religionsunterricht für Erwachsene" an. Dazu trifft sich eine Gruppe von Interessierten nach einem Sonntagsgottesdienst (und einem kurzen Kirchencafé) in den Kanzleiräumen. Im Mittelpunkt steht die historisch-kritische Reflexion von Bibeltexten und die Vermittlung wichtiger Hintergrundinformation über die Entstehung und Fortschreibung der Bibel. Alles ist so aufbereitet, dass man auch mit wenig Wissen über Bibel und Geschichte teilnehmen kann.

Themen bisher waren etwa "Wie wahr ist ein Mythos?" oder "Wer hat die Bibel geschrieben?". Wenn Sie interessiert sind, beachten Sie die →Termine.

Es bleibt in der Veranstaltung meist noch Zeit für das Gespräch über individuelle Glaubensfragen und -positionen. So kommt nicht nur der Pfarrer seinem Auftrag nach Vermittlung nach, sondern es wächst die Kirchengemeinde in der gemeinsamen Suche nach Gott zusammen.